VISA und MASTER verbieten Surcharge in der Schweiz

4. Juni 2015 0 Kommentare

Ab 1. August werden Kreditkartenzahlungen nicht mehr mit Zuschlägen belastet

Wir mir heute von einem Acquirer mitgeteilt wurde ist das Ende des sogenannten Surcharge nahe. Offenbar werden VISA, MASTER, Diners und American Express per 1. August 2015 allen Händlern und Dienstleistern verbieten auf der Kreditkartenzahlung einen Zuschlag zu erheben. Konkret: Inbesondere in der Heimelektronikbranche aber auch im Bereich Reisen ist es (leider) zur Gewohnheit geworden die verschiedenen Zahlungsarten mit unterschiedlichen Zuschlägen zu versehen, um Kosten auf die Kunden abzuwälzen. Die Zuschläge lagen meistens über den effektiv verrechneten Kosten und hatten in einigen Fällen kaum mehr einen Bezug zur Realität.  

Mit Senkung der Kreditkartenkommissionen per 1. August 2015 (WEKO Entscheid vom Dezember 2014) wurde den Kartenherausgebern nun auch wieder erlaubt, die sogenannte Non Discrimination Rule in den Verträgen mit den Händlern festzuschreiben, was die Issuer nun offensichtlich gewillt sind umzusetzen. Sollte sich ein Händler / Dienstleister nicht daran halten, werden Strafzahlungen fällig!

Wir freuen uns aus Sicht des Konsumenten über diesen Schritt. Leider ist es immer noch möglich für andere Zahlungsarten "Surcharges" zu erheben. PayPal, Rechnungskauf etc. sind von diesem Entscheid nicht betroffen. Wir sind gespannt, wie Händler und Dienstleister auf diesen Entscheid reagieren. Wir gehen davon aus, dass ab 1. August die Kreditkartenzahlung im Schweizer Online-Handel mehr Schub bekommt und die Anteile steigen werden. In jedem Falle werden wir die Entwicklung weiter beobachten.

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